Mo
10
Nov
2008
Quantum of Solace
Natürlich war ich sehr gespannt auf den neuen Bond (Ein Quantum Trost), der zum ersten Mal dort anschliessen sollte, wo der letzte (Casino Royale) aufhörte. Wenn ich die Kritiken so las, die sowohl postiv wie negativ ausgefallen sind, war ich umso neugieriger mir ein eigenes Bild machen zu können. Vor allem auch deshalb, weil ich nicht ein richtige Bond-Fan bin, aber Action-Filme über alles liebe.
«Quantum of Solace» startet fulminant - die rasante Anfangssequenz von «Casino Royale» sind im Vergleich nur ein Schatten seiner selbst. Und bevor ich das erste Mal zum Durchatmen komme, vergeht einiges an Zeit. Es ist ein rastloser Film, der kaum einmal zur Ruhe kommt. Aus diesem Grund empfinde ich des öfteren eine stilistische Nähe zur Bourne-Reihe, die sich auch in der Verwendung der umstrittenen wackeligen Handkamera (Die Bourne Verschwörung, Das Bourne Ultimatum) widerspiegelt. Alle Verfolgungsjagden, ob nun per Auto, per Boot, per Flugzeug oder zu Fuss, sind von bestechender und fesselnder Qualität, wobei für mich vorallem die Flucht von Bond, mit einer schweren DC3-Transportmaschine herausgestochen ist.
Wie war ich froh, dass Bond die in «Casino Royal» gefunden Charaktereigenschaften auch dieses Mal lebte - sie waren sogar noch kräftiger! Bond, ohne seine typischen Eigenschaften, wie "My name is Bond, James Bond", den Girls, als Gentleman, den Gadgets, etc. Dafür ein Bond, der Gefühle zeigt und verletzlich ist. O.K., man muss schon eine gewisse Vorliebe für knallharte Action und wilde Verfolgungsszenen haben, um über die sehr dünne Story hinwegsehen zu können. Trotzdem ist so ein Bond für mich ein richtiger Bond. Das Beste am Film ist und bleibt aber Daniel Craig! Nur schon er alleine macht den Film sehenswert. Für mich ist Daniel Craig neben Sean Connery DER Bond schlechthin!
Fazit: Wer sich auf diesen neuen 007 einlässt, wird mit einem imposanten Action-Abenteuer-Inferno entlohnt, das auf die Vergangenheit pfeift und Bond endgültig in der Neuzeit verankert. Daniel Craig begeistert als primitiver Berserker, der zwischen alle Fronten gerät und Amok läuft. Marc Forster inszeniert den Film als Action nonstop, komprimiert auf 103 atemlose Minuten. Ein grimmiger wie ebenso grossartiger Film.
bollinger's large world
