Mo

17

Nov

2008

Der Slang der Jugend

Wer nicht weiss was ein «Ritzenflitzer» ist oder eine «Abschleppöse» ist, ist sicherlich über 20 Jahre alt. Der Jugendjargon hat ein ganz eigenes Vokabular. Wer es kennt, kann Missverständnisse ausräumen und ist erst noch hip.

Nehmen wir als Beispiel den Zungenkuss: «Speichelhockey» oder «Aalcatchen» sind zwar noch nicht ganz out, wie sagt der Jugendliche aber neuerdings dazu? Wer da nicht gleich die Antwort parat hat, braucht für solch knifflige Fragen ein Nachschlagewerk. Pons hat zum achten Mal bei Schülern die aktuelle Jugendsprache abgefragt. Erstmals waren nicht nur deutsche Jugendliche, sondern auch Schüler aus Österreich und der Schweiz beteiligt.

550 brandneue, unzensierte Stichwörter von «Abschleppöse» (Piercing) bis zur «Zweitwohnung» (Handtasche) wurden von über 15000 Schülern eingeschickt. Doch damit nicht genug, die Wörter wurden auch ins Englische, Französische und Spanische übersetzt. Das Schweizer Schnodderdeutsch kommt darin auch zum Zug: Wörter wie «bombä» oder «Urflaschig» sind Programm.

Fussballmatches besuchen genügt

Dass man die Jugendsprache beherrschen muss, um gehört zu werden, beweist die erfolgreiche Ex-Miss Schweiz und Schauspielerin Melanie Winiger. Die Sprache ist eines ihrer Markenzeichen. Wer sich ein ebenso schlagfertiges Mundwerk aneignen möchte, der konsultiert am besten ein Züri-Slängikon oder besucht ein paar Fussballmatches und setzt sich am besten in Zürich in die Süd-Kurve oder in Basel in die Muttenzerkurve.

[Quelle: www.bluewin.ch]