Fr
28
Nov
2008
Nicht so hastig
Schon Grossmutter wusste es: Mindestens 40 Mal kauen und erst dann den Bissen hinunterschlucken. Wer nicht gedankenlos in sich hineinschaufelt, ernährt sich gesünder und vermeidet Übergewicht.
Wer schnell isst, wird schneller dick. Das stellten Forscher der Universität von Osaka fest, die die Essgewohnheiten von 3000 Männern und Frauen untersuchten. Die Hälfte der Personen hatte zuvor erklärt, dass man sich zu den Schnellessern zähle. Im Rahmen der Studie zeigte sich, dass Tempoesser im Vergleich zu ihren langsam speisenden Pendants ein um 84 Prozent höheres Risiko haben, sich so überflüssige Pfunde anzufressen. Wer nicht nur schnell, sondern auch solange esse, bis man satt sei, sei besonders gefährdet. In solchen Fällen steige das Risiko um das Dreifache an, sagen die Forscher.
Hierbei spielt das Signalzentrum für das Sättigungsgefühl im menschlichen Körper eine wesentliche Rolle, das bei Schnellessern schlichtweg nicht mitkommt. Rauscht Nahrung im Eilzugtempo in den Magen, versagen die Mechanismen, die dem Körper ausreichende Sättigung signalisieren. Fehlt das Signal, stopft der Mensch solange nach, bis tatsächlich nichts mehr hineinpasst.
Besser bewusst
Abnehmen ist vergleichsweise leicht, das neue Gewicht jedoch zu halten ist die eigentliche Kunst. Dazu bedarf es vor allem eines: jahrelanger Disziplin. Das bestätigte erneut eine Studie, diesmal von
Wissenschaftlern der California Polytechnic State University im amerikanischen San Luis Obispo. Verglichen wurden die Gewohnheiten erfolgreicher und erfolgloser Diätteilnehmer. Dabei trat zu Tage,
dass die Erfolgreichen sich bewusster ernährten, mehr bewegten und weniger vor der Glotze sassen. Zudem konnten sie deutlich genauer ihre Essgewohnheiten beschreiben und wichen - anders als viele der
erfolglosen Diätteilnehmer - auch in emotional schwierigen Phasen nicht von diesen Gewohnheiten ab.
Satt durch Geschmack
Wenn Lebensmittel ihre Aromen freisetzen, erfreut das nicht nur Gaumen und Nase, sondern könnte auch die Sättigung beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von niederländischen Forschern
im Rahmen des EU-Projektes DiOGenes (Diet, Obesity and Genes) zur besseren Vorbeugung und Behandlung von Übergewicht. Dabei stellten die Forscher des Nizo Food Research unter anderem fest, dass feste
Lebensmittel besser sättigen als flüssige. Eine Ursache dafür könnten Unterschiede bei der Aromenfreisetzung sein. So setzen feste Lebensmittel ihre Aromen beispielsweise aufgrund ihrer Struktur über
einen längeren Zeitraum frei als Flüssigkeiten.
Der neue Ansatz sei, einer Flüssigkeit das Aroma eines festen Lebensmittels zuzusetzen und damit die Sättigungswirkung des Getränkes zu erhöhen, so Dr. Maurits Burgering. Wie die Ergebnisse erster Versuchsreihen zeigten, steigerte das Aromaprofil eines festen Lebensmittels das Sättigungsgefühl deutlich stärker als die Aromen der Flüssigkeit. Die erhöhte Sättigung hatte allerdings keine direkten Auswirkungen auf die tatsächliche Trinkmenge
[Quelle: www.bluewin.ch]
bollinger's large world
