Mo

23

Mär

2009

Auf dem Inkapfad zum Machu Picchu

Der Weg zur berühmtesten Kulturstätte Perus führt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Inkas bauten ein grossflächiges Wegenetz, um die vier Regionen ihres Reiches miteinander zu verbinden. Dieses Netz wird Qhapaq Nan (Weg der Souveränen) oder auch Inkapfad genannt. Die Überreste der schmalen und teilweise steilen Steinwege ...

des Qhapaq Nan werden auch heute noch von den Bauern der Region benutzt, um auf ihre Felder zu gelangen. Einer der eindrücklichsten und am besten erhaltenen Wege ist der Pfad zwischen Cusco und Machu Picchu.

 

Die klassische Route

Den Touristen bieten sich eine Vier- und eine Zwei-Tages-Route, um Machu Picchu über den Inkapfad zu erreichen. Die klassische Vier-Tages-Wanderung (drei Übernachtungen) beginnt beim Urubamba Fluss auf Kilometer 88 der Bahnstrecke, bekannt als Qorihuayrachina. Die rund 40 Kilometer lange Wanderung führt an einer Vielzahl von archäologischen Stätten vorbei, wo die Ruinen von Patallacata, Willkarakay, Patawasi, Runkurakay, Sayacmarca, Conchamarca, Phuyupatamarca und natürlich Machu Picchu bestaunt werden können.

Die Etappe am ersten Tag der Wanderung ist relativ einfach und in ein paar Stunden absolviert. Man kommt auf dem Weg auch an der Inkaruine Llaqtapapa vorbei. Llaqtapapa wurde für die Kornproduktion verwendet und ist erstaunlich gut erhalten. Ausserdem finden sich auf diesem Wegabschnitt weitere Brücken, Aquädukte, Gräber und Gebirgspfade.

Der zweite Tag ist wohl der anstrengendste Tag, denn es steht der fakultative Aufstieg von Warmiwanuska («dort wo die Frau starb») auf den 4200 Meter hohen Abra de Warmiwanuska-Pass auf dem Programm. Der «Pass der toten Frau» ist der höchste Punkt auf dem Inkapfad.

Dschungel und Inkasiedlungen
Am dritten Tag erreicht man nach einem weiteren Pass die Ruine
Sayacmarca, die am Rande einer Schlucht errichtet wurde. Danach führt der Inkapfad weiter durch dicken Nebelwald und Dschungel wobei die tropischen Blumen und farbenfrohen Orchideen einen willkommenen Kontrast in der vorwiegend grünen Landschaft bieten. Schliesslich erreicht man den dritten und letzten Pass in Phuyupatmarca.

Der letzte Tag führt hinunter zum Winaywayna, einer eindrucksvollen und gut erhaltenen Inkasiedlung. Schliesslich trifft man nach einer rund dreistündigenWanderung zum Machu Picchu.

Kondition und Akklimatisierung sind wichtig
Für die viertägige Route ist eine gute körperliche Verfassung erforderlich. Andernfalls kann alternativ die zweitägige Variante, ab der Zugstation in Chachabamba bei Kilometer 104 gewählt werden. Die Vier-Tages-Wanderung findet auf einer Höhe zwischen 2600 und 4200 Meter über Meer statt. Um die Höhenkrankheit zu vermeiden, sollte man sich zunächst akklimatisieren und am ersten Tag vor Ort keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausüben. Das Klima kann durch die verschiedenen Höhenlagen sehr stark schwanken. Für die Übernachtungen gibt es entlang des Weges einige Unterkünfte, die vom Verwaltungsbüro Machu Picchu (UGM) gekennzeichnet sind. Die Wanderung hat eine tägliche Limite und ist darum entweder mit einem von der UGM ausgewiesenen und autorisierten Reiseveranstalter oder einem autorisierten Fremdenführer zu machen. Träger für das Gepäck können zusätzlich angestellt werden.

[Quelle: www.bluewin.ch]

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading