Di

30

Jun

2009

Wir schaffen unsere Vergangenheit selbst

Im Leben ist nur eine Sache sicher, abgesehen vom Tod und den Steuern. Egal, wie viel Mühe man sich gibt, egal, wie gut man es gemeint hat, Fehler macht man auf jeden Fall. Man wird andere Menschen verletzen, man wird von anderen Menschen verletzt werden, und wenn man sich je davon erholen will, dann gibt es eigentlich nur eins was man sagen kann: «Vergeben und vergessen», so sagt man ja wohl. Das klingt nach einem guten Motto, aber es ist nicht sehr praktisch.

Wenn uns jemand weh tut, wollen wir es ihm mit gleicher Münze heimzahlen. Wenn uns jemand Unrecht tut, dann möchten wir Recht bekommen. Ohne Vergebung werden alte Rechnungen nie beglichen, werden alte Wunden niemals heilen und wir können höchstens hoffen, dass wir eines Tages das Glück haben werden, zu vergessen.

Manche Verletzungen tragen wir ständig mit uns herum, auch wenn sie schon lange her sind, halten die Schmerzen an. Vielleicht haben uns unsere alten Wunden etwas zu erzählen. Sie erinnern uns daran, wie wir damals waren und was wir überstanden haben. Sie lehren uns, was wir in der Zukunft vermeiden sollen. Zumindest hätten wir das gern.

Aber leider ist das nicht so, oder? Es gibt Dinge, die müssen wir einfach immer wieder durchmachen – immer, immer, immer wieder. In solchen Situationen sagt man sich oft: «Ich müsste es doch eigentlich wissen.» Es ist schwer, die Vergangenheit wirklich hinter sich zu lassen.

Unsere Vergangenheit ist das, was uns ausmacht, was uns die Richtung vorgibt. Unsere Vergangenheit taucht immer wieder auf – immer und immer wieder. Was wir uns vor Augen halten müssen ist, dass wir unsere Vergangenheit selbst schaffen und zwar durch das, was wir heute tun.

...wie wahr, aber (leider) selten erkannt! Und nicht vergessen: Jeder ist seines Glücks eigener Schmied!!!

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