Mo

04

Jan

2010

The day after

Wenn nach ein paar Ferientagen, der Wecker wieder läutet und tristes Grau und Kälte an das Fenster dringt, dann lässt meine Laune die gleiche mausgraue Farbe annehmen, die draussen herrscht. Lieber würde ich dann nochmals unter die Decke kriechen und diesen Tag verschlafen. Aber ich muss arbeiten!

Schlecht gelaunt schleppe ich mich in die Küche. Nach einem schwarzen Kaffee und einigen Toastbrotscheiben mit Honig geht es merklich besser. Die Dusche später hilft noch mehr, trotzdem verlasse ich meine Wohnung später ohne grossen Elan und bummle zum Bahnhof.

Zusammen mit anderen in sich gekehrten Weggefährten beisteige ich den Zug - heute ist er beinahe leer - verbringe die Zeit damit aus dem Fenster zu starren und das vorbeifliegende Grau zu betrachten.

Vor lauter Langeweile hätte ich beinahe meine Station verpasst. Ich komme gerade noch rechtzeitig raus und stehe vor dem sechstöckigen Gebäude, das mir heute sehr unfreundlich entgegen blickt. Ich quetsche mich in einen Lift, der auf jeder Etage hält - mühsam, wenn man in den Vierten muss. Als sich endlich die Lifttüren öffnen blendet mich das Licht so sehr und ich muss mir zuerst einmal die Hand vor die Augen halten.

Etwas später, nach dem Aufräumen meiner übervollen Inbox, schaue ich zum Fenster hinaus und staune. Meine schlechte Laune verfliegt, weil im Morgengrau die Sonne watteweich durchschimmert... der Arbeitsalltag hat mich nun im vollen Elean wieder - welcome back!

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