Do
28
Jan
2010
Langes Pendeln kann Ihre Gesundheit gefährden
Dies wird nun jedoch in einer Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (Uni Zürich) und dem Zentrum für Organisations- und Arbeitswissenschaften (ETH Zürich) widerlegt. Sie zeigt: Jeder kann unter einer schlechten Balance zwischen Arbeit und Freizeit leiden. Denn nicht nur die berufliche Stellung spielt eine Rolle, sondern vor allem auch die Arbeitszeit, das Pensum, die Überstunden – und die Angst vor dem Jobverlust.
Besonders erschreckend: Ein Risikofaktor ist auch ein Arbeitsweg von mehr als einer Stunde pro Richtung. Eine Hiobsbotschaft für die Schweizer. Denn schon 2000 pendelten rund 3,4 Millionen regelmässig zwischen Wohn- und Arbeitsort – das ist etwa die Hälfte der Bevölkerung. Rund 67 000 verbrachten sogar mehr als eine Stunde im Zug – pro Weg. Tendenz steigend. Laut Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr (Litra) nimmt die Mobilität auf Strasse und Schiene seitdem kontinuierlich zu.
«Kommen mehrere solche Risikofaktoren zusammen, steigt der Stress», sagt Studienleiter Oliver Hämmig. «Und die Gesundheit leidet.»
Von den rund 4400 Angestellten, die in der Studie untersucht wurden, hatte fast jeder Vierte Probleme mit der Koordination von Arbeit und Freizeit. Jeder siebte Mann und jede neunte Frau erkannten bei sich sogar grosse bis sehr grosse Schwierigkeiten.
Stark Betroffene leiden unter psychischen Problemen wie Schlaflosigkeit, Ängsten und Depressionen. Alle klagen über körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen. Wer also solche Anzeichen bei sich bemerkt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, kürzerzutreten.
[Quelle: www.20min.ch]
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