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08

Sep

2010

So tanzt man(n) sich für Frauen schön

Alles eine Frage des richtigen Schulterzuckens! ;-)  Forscher haben herausgefunden, bei welchen Tanzbewegungen das schöne Geschlecht schwach wird. Das ist gar nicht so kompliziert, wie Tanzfilme glauben machen.

Keine Ausrede mehr für notorische Nichttänzer: Wissenschafter haben ermittelt, wie Männer tanzen sollten, um Frauen anzuziehen. Besonders auf einen gut trainierten Torso kommt es an, denn Frauen schauen den Erkenntnissen zufolge vor allem auf den Oberkörper. Und Muskeln sind zudem die nötige Voraussetzung für eine flotte linke Schulter. Auch ein flexibler Hals zum Nicken und Schütteln des Kopfes beeindruckt die Betrachterinnen.

Ebenso spricht das rechte Knie und der richtige "Twist" die Frauen an. Zudem sollten alle Bewegungen abwechslungsreich sein. Das sind die Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern der Universitäten in Göttingen und dem britischen Newcastle. Sie sind in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der "Biology Letters" der britischen Royal Society nachzulesen.

"Das ist die erste Studie, die objektiv zeigt, was einen guten von einem schlechten Tänzer unterscheidet", sagte der Psychologe Nick Neave vor dem Erscheinen. Zusammen mit Kristofor McCarty hat er die Forschungen geleitet. Neave ist der Ansicht, dass die Bewegungen eines Mannes einer Frau Signale über seine Gesundheit, Stärke und Fähigkeiten zur Fortpflanzung geben. Bewegungen und Tanz seien auch bei vielen Tierarten Teil des Werbungs-Prozesses um ein Weibchen.

Tanzstunden für den Flirterfolg

"Männer auf der ganzen Welt haben Interesse daran, herauszufinden, wie sie tanzen müssen, um die Aufmerksamkeit von Frauen zu erregen", meint Neave. "Wenn ein Mann weiß, welche die richtigen Bewegungen sind, kann er Übungsstunden nehmen und seine Chancen, durch seinen Tanzstil eine Frau anzuziehen, erhöhen."

Damit sich die weiblichen Teilnehmer der Untersuchung auch tatsächlich von den Bewegungen, und nicht von anderen Qualitäten der Tänzer leiten ließen, wurde eine besondere Methode angewendet. Zunächst wurden 19 Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren mit einer 3D-Kamera gefilmt, während sie auf einen einfachen Rhythmus tanzten. Ihre echten Bewegungen wurden dann im Computer auf geschlechtsneutrale, gesichtslose, weiße Figuren übertragen. 35 Frauen sahen den Computermännchen beim Tanzen zu - und bewerteten überraschend übereinstimmend ähnliche Bewegungen als gut oder schlecht.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass es einen auffallend starken Konsens darüber zu geben scheint, was ein guter oder schlechter Tanz ist", berichtete McCarty. Frauen zeigten demnach Interesse für sehr ähnliche Bewegungsabläufe. Vor allem weite Bewegungen von Kopf, Hals und Torso bekommen positive Aufmerksamkeit. "Daraus schließen wir, dass diese Beobachtungen mit bestimmten Merkmalen assoziiert werden." Allerdings ist hier auch schon die Grenze erreicht und das Geheimnis noch nicht ganz gelüftet: Denn welche Merkmale genau Frauen hinter den Tanzstilen vermuten, das müsse noch genauer herausgefunden werden, stellten die Forscher fest.

[Quelle: www.ftd.de]

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