So

19

Sep

2010

Einen Abend beim Grafen

Berlin war ausverkauft und Mannheim fast, die Erwartung für das Unheilig-Konzert im Volkshaus waren gross. Und auch wenn die Band für Grosse Freiheit viel schlechte Kritik ernten musste, weil es wohl Manchen zu mainstreamisiert war, zeigte sie sich von dem ganzen Medienwirbel wenig betroffen und zog guter Dinge ihr Programm durch. Der Graf empfing uns wie gewohnt in Krawatte und Anzug, hinter ihm ein rotes Schiffsbug und an der Decke hängend, lief die direkte Übertragung.

Kerzen und dämmerendes Rotlicht versetzten uns schon von Anbeginn in die nötige Gothikstimmung, die es braucht um Unheilig geniessen zu können. Überraschend gut war die Tonqualität, was das Mitsingen zu einem Muss machte. Klar ist: Die Angst, der Graf würde mehr und mehr seine Gothikburg verlassen ist umsonst! Er ist, und auch wenn jetzt auf Mainstreampublikumskurs, immer noch der Gleiche, wie vor zehn Jahren.

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