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17

Nov

2010

Beziehung 2.0 und ihre Tücken

Im Zeitalter von Facebook, Twitter und Co. und ihrer Rundum-Verfügbarkeit via Smartphone sehen Paare sich vor ganz neue Probleme gestellt. Soll man sich gegenseitig Passwörter anvertrauen? Darf man vom gemeinsamen Abendessen aus Tweets schreiben? Wie häufig muss man beispielsweise seinen Beziehungsstatus auf Facebook updaten?

Die Website DailyBeast hat einige typische Situationen analysiert und sowohl Männer und Frauen dazu befragt. Unten finden Sie die Eckdaten für einen Beziehung 2.0-Knigge.

Shawne Fielding gab ihre Trennung von Thomas Borer sofort auf Facebook bekannt – ein Beispiel dafür, wie man eine Beziehung 2.0 pflegen soll Shawne Fielding gab ihre Trennung von Thomas Borer sofort auf Facebook bekannt – ein Beispiel dafür, wie man eine Beziehung 2.0 pflegen soll

Passwörter tauschen

Regel: schlechte Idee. Punkt. Ja, es gibt Paare, die nicht nur Haus und Bett teilen, sondern auch einen Facebook-Account, manchmal sogar den Computer samt seiner gespeicherten Cookies und seiner Browser-History. Trotzdem ist es eine schlechte Idee, Passwörter zu tauschen, was die Beziehung betrifft, könnte man sogar von einer Büchse der Pandora sprechen. Die Versuchung, seinem Partner hinterherzuschnüffeln, ist auch ohne gemeinsame Passwörter gross genug. Paare müssen nicht über jedes Detail des andern Bescheid wissen, und wenn sie das möchten, ist es sicher besser, mit dem andern zu reden.

 

Beziehungsstatus auf Facebook

Shawne Fielding hat es vorgemacht. Die ganze Geschichte der angekündigten Trennung des Glamourpaares Borer/Fielding war auf ihrem Facebook-Account nachzulesen – aber ist Frau Fielding für uns Normalsterbliche ein Vorbild? Wir meinen: Wer sich keine Handtaschen für 70 000 Franken leisten kann und auch nicht leisten will, der sollte auch mit Informationen über sein Beziehungsleben gelassener umgehen. Wer seinen Beziehungsstatus bei jeder kleinen Reiberei auf «Es ist kompliziert» stellt, sollte darüber nachdenken, wen das eigentlich interessieren sollte. Facebook sollte in einer Beziehung nicht die Hauptrolle spielen.

Chat-Status

Online, Schlafmodus, unsichtbar – wann können Sie in welchen Modus wechseln? Chat ist für berufstätige Paare ein einfacher und kostengünstiger Weg, sich über tägliche Notwendigkeiten auszutauschen, etwa wer noch einkaufen geht und wer die Kinder abholt. Allerdings können Sie bei Online-Modus von jedermann angechattet – und allenfalls abgelenkt werden. Legen Sie sich also eine Strategie zu, wie sie reagieren, wenn alte Schulfreunde sie anchatten.

Per E-Mail mit gemeinsamen Freunden Pläne schmieden

Ist erlaubt. Vergessen Sie aber nicht, dass sie Ihre bessere Hälfte über die Pläne informieren, insbesondere wenn die Party in ihrer gemeinsamen Wohnung steigen soll. «Bei uns» heisst in diesem Fall das Zauberwort. Noch besser, Sie integrieren ihre bessere Hälfte in die Kommunikation, indem Sie sie cc anhängen.

Phone checken nach dem Sex

Nach sexuellen Aktivitäten sollte man nicht direkt zum Telefon greifen, das könnte zu Missstimmung führen. Warten Sie, bis der Afterglow ausgeglüht ist und die Hosen wieder am Bein sind, bevor Sie nach dem Telefon greifen.

Smartphones checken beim Tête-à-Tête

Dreissig Sekunden höchstens. Wer sich länger mit seinem Smartphone beschäftigt, während sein Gegenüber die Suppe löffelt, ist sehr unhöflich. Einzige Ausnahme: sich mit gemeinsamen Freunden darüber austauschen, was man später am Abend noch unternimmt. Dann sind 45 Sekundern erlaubt, sofern der Partner darüber informiert wird, was geht.

Im Bett surfen

Man darf sein Smartphone konsultieren, wenn man zusammen im Bett liegt und der andere beispielsweise ein Buch liest. Man sollte aber kein Interesse vom anderen erwarten, wenn man irgendwelche interessanten News entdeckt hat.

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